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Franjo Osanna GP-Gesamtsieger 2018/19 Kategorie U12

Der Schachklub gratuliert und freut sich mit Franjo zu seinem tollen Erfolg!

Franjo GP

 

 

 


Landesmeister 2018/19 - der fünfte Titel nach 2008, 2014, 2015 und 2016

Landesmeister


„Da kann der Kasparow kommen!“

Erinnerung an unseren Schach-Freund Rudi Kerschbaumer (*1935  +2018)

Im 14. Jahrhundert kehrt der Ritter Antonius Block als Überlebender des Kreuzzuges nach Schweden zurück, wo die Pest wütet. Dort steht ihm der personifizierte Tod gegenüber. Antonius Block bittet um Aufschub und schlägt ihm eine Partie Schach vor. Der Ritter hält in beiden Fäusten jeweils eine Schachfigur. Der Tod wählt die schwarzen Figuren und beginnt das Schachspiel um Leben und Tod mit den Worten: „Schwarz. Das trifft sich gut, ich liebe schwarz …“ („Das siebente Siegel“, Schweden 1957, Regie: Ingmar Bergman)

Am 14. Dezember des vergangenen Jahres ist Rudi Kerschbaumer, Gründungsmitglied & langjähriger Schriftführer unseres Schachklubs, nach einer akuten Krise im Herzbereich plötzlich verstorben. Seine ruhige, souveräne Art, sowie das elegante, manchmal von dezenten Krawatten, manchmal von pastellfarbenen Kaschmir-Pullovern geprägte Äußere erinnerten eher an englischen Landadel als an einen verwurzelten Traminer Bauer. Jedoch spätestens beim Geselligen sprudelte das beim Rudi an die Oberfläche, von dem wir augenzwinkernd glauben, dass es unverwechselbar Unterlandlerisch sei: verschmitzter Humor, der gelegentlich aus den hinteren Stockzähnen zu kommen scheint, dann die Freude af a Glaasl an Guatn, sowie die Fähigkeit zum längeren Sitzenbleiben in fröhlicher Runde bzw. deren Fortsetzung gegebenenfalls im eigenen tiefen Keller.

Als der Traminer Schachklub am 22. Dezember 1967 gegründet wurde – natürlich in einem Gasthaus, wie könnte es im Unterland anders sein!, nämlich im Wintergarten der legendären Wirtin Frau Schwarz – war der Rudi gerade einmal 32 Jahre jung, Vater von drei Buben, die er (mit Verlaub!) gemeinsam mit seiner geliebten Gattin Sieglinde quasi wie Orgelpfeifen in den Jahren 1960 (Horst, der ihn später am Schachbrett sogar einmal überholen würde), 1963 (Dieter) und 1966 (Kurt) „aufgestellt“ hatte. Sozusagen war die Stube voll. Und die drei „Orgelpfeifen“ wohl auch laut. Aber wie drei Buben ruhig stellen, wenn Handy & Smartphone erst 40 Jahre später erfunden werden sollten? Dazu eignen sich Brettspiele, die guten, alten Brettspiele sehr gut -, am besten natürlich Schach, das Königsspiel aller Spiele. Nur die Ruhe!

In den 1970er Jahren übernahm Rudi das (heute leider längst verwaiste!) Amt des Schachklub-Schriftführers. Gleich bei seinem ersten Protokoll zeigte er, dass es neben der (denk)sportlichen Vereinsaktivität auch eine Nachfeier geben soll - nach 5 Zeilen über das interne Vereinsturnier im Jahre 1973 folgen 19 Zeilen von der Pokalfeier: „Unser Manfred (Gamper, der diesmal ausnahmsweise gegen Seriensieger Siegmund Roner gewonnen hatte) konnte den schönen Pokal, gestiftet von unserem Klubmitglied Dr. Josef Liedl endgültig in Empfang nehmen. Er füllte ihn mit Sekt und reichte den Umtrunk der frohen Runde. Es wurde bis spät in die Nacht, bei einer Reihe guter Fläschchen weiter gemacht, bis wir dann bei unserem Senior Arnold Gamper im Keller gelandet sind. Und noch war keine Müdigkeit oder Schlaf zu spüren (…)“ Und am 27. April, freut sich der Schriftführer Rudi, wurde ein anderer Ort unter der Erde aufgesucht: „Es wurde lange und ausgiebig gefeiert, weil ja der Julius einen schönen Keller und einen fast noch besseren Wein hat. (Er mölge uns lange erhalten bleiben „der gute- Wein“).“

Die überraschend deutliche Niederlage gegen Deutschnofen am 16.3.75 in der Bar „Sonne“ ließ sich leicht verschmerzen, weil: „Nachher gab es sehr schöne kalte Platten und auch viele Fläschchen Wein und das alles hat die Firma Auer beglichen. Alle Ehre, diese Firma hat wirklich gute Vertreter. Nachher waren wir noch beim Heindl im Keller, den gefeiert wird bei uns immer.“

Und der wohl absolute kulinarische Höhepunkt der 50jährigen Traminer Schachklub-Geschichte ist einem Schach-Senior & Jäger zu verdanken, schreibt Rudi: „Am 17. 12. War es dann soweit, es sind fast alle gekommen, unser 43 waren wir. Es wurde ein schönes Fest. Unser Präsident Julius Gamper hielt einen aufschlussreichen Rückblick und überreichte dann unter viel Applaus unserem Gründer eine Ehrenurkunde. Luis Gutmann bedankte sich und hielt eine kurze Rede. Zu diesem Anlaß hat Calliari Heinrich eine Gams spendiert. Ein dreifaches Hoch der Jägerei! Es wurde lange und lustig gefeiert, zuguterletzt noch bei unserem Präsidenten im Keller. Und ganz die Verwegenen trafen sich so gegen 3 Uhr beim Heindl zu einem Schnaps: „Weil sou a Gams kannt oan jo in Mogn verderbm.“

Es gibt Schachspieler, die wie König Drosselbart im Märchen auf dem Ross in den Rosengarten trampeln & mit dem Säbel alles Restliche kurz & klein schlagen. Rudi war am Schachbrett hingegen eher ein ruhiger Taktiker, der sich gerne Zeit ließ -, aber im entscheidenden Moment konnte er, vielleicht einem agilen Degenfechter ähnlich, mit einem „Ausfallschritt“, mit einem überraschenden Opfer, einem vorteilhaften Figurenwechsel oder einer kaum vorhersehbaren Springergabel das zähe Spiel zu seinen Gunsten wenden. Unvergessen sind seine Auftritte mit der jungen C-Liga Mannschaft, als er – schon weit über die 70! - mit Fridolin, Norbert, Felix, Florian und Andreas spielte und auf den vorderen Brettern konstant seine Punkte holte. „I hounn ihm die Rochade derhejngg!“, freute er sich ziemlich jugendlich, als er gegen die starken Grieser gegen Hanno Barth den vollen Punkt holen konnte. „Drnoch isch ear mit sein Turm nia meahr außer kejmmen & der Rescht isch fiar miar lei meahr oanfoch gwejsn!“ Und beim heißen Derby gegen Eppan, als der damalige Jugend-Sternspieler Bagnara von Rudi ziemlich schwindlig gespielt wurde & sich mit 2 Figuren, sowie 4 Bauern weniger in absolut aussichtsloser Stellung trotzdem noch nicht zur Aufgabe entschließen konnte, da hielt es den ansonsten stets ruhigen Rudi kaum im Sessel & er wurde ein bisschen lauter: „DO kounn jatz der Kasparow a nou kejmmen & ihm zu helfn probiarn! Do geaht nix meahr, seine Partie isch vrlourn! Dej Partie kounn a der Kasparow nimmer fiar ihn gwinngen!“





Artikel Dolomiten 25.10.2018


Bei der Schulschachmeisterschaft 2018 in Brixen feierten unsere Grundschüler in der Klasse „Pulcini“ einen Start-Ziel-Sieg.

Die Siegermannschaft bestand aus Leo Gutmann, Linus Robert Gamper, Franjo Osanna, Erik Zwerger und Florian Oberhofer. Sie errangen in sechs Partien elf Mannschaftspunkte.

Bravo!

Schulschach


Die 4 Traminer Fridolin, Egon, Florian und Rainer haben unter der Phantasie-Bezeichnung "TraminGraun" am 26.12.2017 die C-Gruppe des traditionellen Stephansblitzturnieres gewonnen 

STephansblitz 207


Dolomiten 28.12.2017







Langer Mittwoch 2016

langer Mittwoch 2016



.... beim Feiern am Freitag den 08. Mai im Buschenschank Rösslhof am See.

Nächstes Event: der traditionelle Schachausflug am Sonntag den 7. Juni in Graun mit dem

 legendären Fussballvergleichskampf "Jung gegen Alt"

Meisterfeier 2015



 

Schnappschüsse vom gelungenen Schach-Festl am Festplatz in Graun

 Sonntag 07.06.2015

 

Fesetl Graun